Chorausflug nach Weilburg im Mai 2019

Wie jedes Jahr hatten wir auch in diesem Jahr einen Chorausflug geplant. Diesmal wollten wir uns Weilburg anschauen. Wir starteten vom gemeinsamen Treffpunkt um 14.00 Uhr am Kirchenhaus. Krankheitsbedingt waren wir zwar leider etwas reduziert in der Anzahl der Teilnehmer, aber dennoch sehr gut gelaunt. Über Usingen ging es nach Weilburg. Dort erlebten wir zunächst eine einstündige, sehr lebendige Stadtführung.

IMG_7469(1)Wir hörten vom Kraneturm, dem „Kranewasser“; kommunizierenden Röhren, durch welche früher das Wasser von der Westerwälder Seite in die Stadt kam, da auf Weilburger Seite der Fels zu hart war. Wir erfuhren von Graf Johann Ernst, der seine Residenzstadt im 17. Jahrhundert erneuerte und dessen 300ster Todestag in diesem Jahr begangen wird. Vom Weilburger Marmor, der es sogar bis Amerika geschafft hatte. Blickten auf die Lahnschleife um Weilburg, welche aufgrund des niedrigen Wasserstandes noch nie schiffbar war. Dadurch ergab sich die Notwendigkeit 1844-47 einen Schifffahrtstunnel durch den Berg zu bauen. Dieser wurde letztendlich nur 16 Jahre genutzt, weil dann Bahngleise durch den Berg gebaut wurden. Zusammen mit dem heute auch noch parallel durch den Berg verlaufenden Straßentunnel nennt man diese drei Tunnel heute das „Weilburger Tunnelensemble“. Wir hörten davon, dass im vorletzten Jahrhundert die gesamten Wälder rund um Weilburg abgeholzt waren, weil die Eisenerzgewinnung Holzkohle benötigte. Häuser konnten somit nicht mit Fachwerk gebaut werden, es entstanden reine Stroh-Lehmhäuser in Lehmstampftechnik, welche heute noch bewohnt werden. Sie habeIMG_7491(1)n ein gutes Raumklima, aber kaum Handy-Empfang.

Nach noch einigen anderen Anekdoten beendeten wir die Führung in der ev. Kirche, wo wir die Gelegenheit nutzten, ein paar Chorstücke in der schönen Akustik dieser alten Kirche zu singen. Nach einer gemeinsamen Einkehr fuhren wir am Abend dann satt, zufrieden, mit viel Austausch und mit interessantem Input zurück nach Frankfurt.

Wir sind gespannt, für welches Ziel wir uns im nächsten Jahr entscheiden werden.

Petra Heck